Höchstgeschwindigkeit in Dänemark
Wer mit dem Wohnmobil durch Dänemark unterwegs ist, sollte die dort geltenden Geschwindigkeitsbegrenzungen kennen. Sie unterscheiden sich teilweise von den Regeln in Deutschland – insbesondere bei Wohnmobilen und Gespannen.
Innerhalb geschlossener Ortschaften gilt grundsätzlich eine Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h. Außerhalb von Ortschaften dürfen Pkw und leichte Fahrzeuge in der Regel 80 km/h fahren. Auf den dänischen Autobahnen sind je nach Streckenabschnitt 110 oder 130 km/h erlaubt. Die zulässige Geschwindigkeit ist dabei immer durch die Beschilderung vorgegeben.
Für uns als Wohnmobilfahrer sind vor allem die besonderen Regelungen interessant. Wohnmobile mit einem zulässigen Gesamtgewicht von bis zu 3,5 Tonnen orientieren sich grundsätzlich an den allgemeinen Geschwindigkeitsbegrenzungen. Mit einem Wohnwagen oder einem Anhänger gelten dagegen niedrigere Geschwindigkeiten: 70 km/h auf Landstraßen und 80 km/h auf Autobahnen.
Auch für schwerere Wohnmobile gibt es in Dänemark eine Besonderheit: Wohnmobile mit einem zulässigen Gesamtgewicht von über 3,5 bis maximal 7,5 Tonnen können unter bestimmten Voraussetzungen für das dänische Tempo-100-System zugelassen werden. Dann sind auf Autobahnen bis zu 100 km/h und auf anderen Straßen bis zu 80 km/h möglich. Ohne diese Zulassung gilt für solche Wohnmobile grundsätzlich 80 km/h.
Für unsere Reisen bedeutet das: Wir achten in Dänemark besonders auf die Beschilderung und fahren lieber etwas entspannter. Gerade mit dem Wohnmobil ist man schließlich nicht auf der Flucht – der Weg durch Dänemark gehört für uns genauso zum Urlaub wie das eigentliche Reiseziel.
Höchstgeschwindigkeit in Deutschland
Bei unseren Fahrten mit dem Wohnmobil durch Deutschland ist die zulässige Höchstgeschwindigkeit natürlich immer ein wichtiges Thema. Anders als in vielen europäischen Ländern gibt es auf deutschen Autobahnen für Pkw keine allgemeine gesetzliche Höchstgeschwindigkeit. Die Richtgeschwindigkeit liegt bei 130 km/h. Sobald ein Tempolimit ausgeschildert ist, muss dieses natürlich eingehalten werden.
Für Wohnmobile gelten – abhängig vom zulässigen Gesamtgewicht – unterschiedliche Geschwindigkeiten:
- Wohnmobil bis 3,5 t: Innerorts 50 km/h, außerorts 100 km/h und auf Autobahnen grundsätzlich ohne allgemeines Tempolimit.
- Wohnmobil über 3,5 t bis 7,5 t: Innerorts 50 km/h, außerorts 80 km/h und auf Autobahnen 100 km/h.
- Wohnmobil über 7,5 t: Außerorts und auf Autobahnen grundsätzlich 80 km/h.
- Mit Anhänger: Je nach Fahrzeug und Anhänger gelten besondere Regelungen; häufig sind 80 km/h, unter bestimmten Voraussetzungen auch 100 km/h, möglich.
Für uns mit dem Wohnmobil bedeutet das: Nicht nur auf die Straße, sondern auch auf das zulässige Gesamtgewicht unseres Fahrzeugs achten. Besonders bei Wohnmobilen über 3,5 Tonnen ist die erlaubte Geschwindigkeit deutlich niedriger als beim normalen Pkw.
Und natürlich gilt auch in Deutschland: Ausgeschilderte Geschwindigkeitsbegrenzungen haben Vorrang. Gerade auf Autobahnen können Baustellen, Gefahrenstellen oder elektronische Verkehrsschilder die zulässige Geschwindigkeit deutlich reduzieren.
Höchstgeschwindigkeit in den Niederlanden
Für uns mit dem Wohnmobil ist bei einer Fahrt durch die Niederlande besonders wichtig, auf die zulässige Höchstgeschwindigkeit des jeweiligen Fahrzeugs zu achten. Für Wohnmobile gelten je nach Zulassung und Gewicht unterschiedliche Regeln.
- Wohnmobil bis 3,5 t:
Innerorts 50 km/h, außerorts 80 km/h, auf Autostraßen 100 km/h und auf Autobahnen grundsätzlich 100 km/h zwischen 6 und 19 Uhr. Auf entsprechend ausgeschilderten Autobahnabschnitten können außerhalb dieser Zeiten bis zu 130 km/h erlaubt sein. ANWB - Wohnmobil über 3,5 t als Pkw zugelassen: Die gleichen Geschwindigkeiten wie beim Pkw, also grundsätzlich 100 km/h auf Autobahnen (6–19 Uhr). ANWB
- Wohnmobil über 3,5 t als Fahrzeug der Kategorie „Nutzfahrzeug“ zugelassen: Hier gilt deutlich weniger: 80 km/h auf Autobahnen und Autostraßen, außerorts ebenfalls 80 km/h. ANWB
Gerade bei unseren Wohnmobilreisen lohnt sich deshalb ein Blick in die Zulassungspapiere. Nicht allein das Gewicht entscheidet, sondern auch, wie das Wohnmobil zugelassen ist. Natürlich gilt immer die Geschwindigkeit, die durch Verkehrs- oder elektronische Anzeigetafeln vor Ort vorgeschrieben wird. ANWB
Für uns bedeutet das: Nicht einfach davon ausgehen, dass ein Wohnmobil über 3,5 Tonnen automatisch nur 80 km/h fahren darf. Entscheidend ist die Eintragung im Fahrzeugschein.
Wenn ihr mit einem Wohnmobil und Anhänger unterwegs seid, gelten nochmals andere Grenzen: Bei einem Anhänger bis 3,5 t sind auf niederländischen Autobahnen grundsätzlich 90 km/h, bei einem Anhänger über 3,5 t 80 km/h erlaubt.
Die Niederlande mit dem Wohnmobil entdecken
Die Niederlande sind ein schönes Reiseziel für uns Wohnmobilfahrer. Das Land ist von Deutschland aus schnell zu erreichen und eignet sich sowohl für einen kurzen Wochenendausflug als auch für eine längere Rundreise. Uns erwarten weite Landschaften, kilometerlange Sandstrände, malerische Dörfer, historische Städte und natürlich die typischen Windmühlen und Grachten, die wir mit den Niederlanden verbinden.
Besonders reizvoll finden wir die abwechslungsreiche Landschaft. An der Nordseeküste laden lange Strände und gemütliche Küstenorte zum Verweilen ein. Wir können am Meer spazieren gehen, die frische Seeluft genießen und den Tag ganz entspannt ausklingen lassen. Auch die Inseln im Wattenmeer haben ihren ganz besonderen Charme. Hier erleben wir Natur, Ruhe und eine Landschaft, die sich durch Ebbe und Flut ständig verändert.
Wer gerne mit dem Wohnmobil unterwegs ist, findet in den Niederlanden viele interessante Ziele. Die Provinz Zeeland begeistert mit ihren Stränden, kleinen Häfen und hübschen Orten. In Nordholland locken die Küste, historische Städte und die bekannten Tulpenfelder, die besonders im Frühjahr ein farbenfrohes Bild bieten. Auch das Ijsselmeer mit seinen alten Hafenstädtchen ist ein schönes Ziel für eine Wohnmobiltour.
Neben der Natur lohnen sich auch Ausflüge in die niederländischen Städte. Amsterdam mit seinen Grachten, Utrecht mit seinen gemütlichen Gassen oder die historische Stadt Delft bieten viele Eindrücke. Wer es etwas ruhiger mag, entdeckt kleine Dörfer, besucht Wochenmärkte oder genießt in einem Café die niederländische Lebensart.
Für uns ist das Wohnmobil die ideale Möglichkeit, das Land flexibel zu erkunden. Wir können unsere Route spontan ändern, dort länger bleiben, wo es uns besonders gut gefällt, und immer wieder neue Plätze entdecken. In den Niederlanden gibt es Campingplätze und Wohnmobilstellplätze in unterschiedlichen Lagen – von der Küste bis ins Landesinnere. Gerade in beliebten Ferienregionen empfiehlt es sich, in der Hauptsaison frühzeitig zu reservieren.
Natürlich gibt es bei einer Wohnmobilreise auch einige Dinge zu beachten. Die Niederlande sind ein beliebtes Urlaubsland, und besonders an der Küste kann es in den Ferien recht voll werden. Außerdem sollten wir uns vor der Fahrt über die geltenden Verkehrsregeln, Geschwindigkeitsbegrenzungen und mögliche Mautregelungen informieren. Auch die Zufahrtsbeschränkungen in Innenstädten und Umweltzonen sind wichtig, damit wir unterwegs keine unangenehmen Überraschungen erleben.
Ob ein paar Tage an der Nordsee, eine Tour entlang des Ijsselmeers oder eine Rundreise durch verschiedene Provinzen – die Niederlande bieten viele Möglichkeiten für eine abwechslungsreiche Wohnmobilreise. Wir können das Land ganz in unserem eigenen Tempo kennenlernen und dabei immer wieder neue Lieblingsplätze finden.
Unser Fazit: Die Niederlande sind ein vielseitiges und gut erreichbares Reiseziel für Wohnmobilfahrer. Wer schöne Küsten, gemütliche Orte, abwechslungsreiche Landschaften und entspannte Urlaubstage mag, sollte dieses Land unbedingt einmal mit dem Wohnmobil entdecken.
Luxemburg – bisher nur zum Einkaufen und Tanken
Luxemburg haben wir bisher eigentlich noch gar nicht richtig als Reiseland kennengelernt. Auf unseren bisherigen Touren war das Großherzogtum für uns eher ein praktischer Zwischenstopp – tanken, einkaufen und weiter ging es.
Dabei hat Luxemburg eigentlich viel mehr zu bieten. Die Hauptstadt mit ihrer historischen Altstadt und den beeindruckenden Festungsanlagen, die Moselregion mit ihren Weinbergen und kleinen Orten oder auch das Müllerthal und die Luxemburger Ardennen würden sicher einen längeren Aufenthalt lohnen.
Bisher fehlte uns allerdings die Zeit, Luxemburg einmal in Ruhe zu erkunden. Vielleicht ändern wir das bei einer unserer nächsten Reisen und nehmen uns einfach ein paar Tage mehr für das kleine Land. Dann heißt es nicht nur „Tanken und Einkaufen“, sondern Luxemburg wirklich entdecken.