Überladen von Wohnmobilen in Norwegen – unter und über 3,5 Tonnen
Wer mit dem Wohnmobil nach Norwegen reist, sollte nicht nur die Verkehrsregeln und Höchstgeschwindigkeiten kennen, sondern auch das zulässige Gesamtgewicht seines Fahrzeugs im Blick behalten. Gerade bei längeren Reisen kommt schnell einiges an Gepäck zusammen: Fahrräder, Campingmöbel, Lebensmittel, Kleidung, Wasser und natürlich alles, was man für einen entspannten Urlaub an Bord haben möchte.
Doch Vorsicht: Ein überladenes Wohnmobil kann in Norwegen teuer werden. Außerdem kann ein zu hohes Gewicht die Fahrsicherheit beeinträchtigen und besonders auf den teilweise engen, kurvenreichen und steilen Straßen des Landes gefährlich sein.
Wohnmobile bis 3,5 Tonnen
Bei Wohnmobilen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von bis zu 3.500 kg ist die Zuladung häufig knapper, als man zunächst denkt. Das zulässige Gesamtgewicht darf auch dann nicht überschritten werden, wenn das Fahrzeug äußerlich noch völlig normal aussieht.
Zur tatsächlichen Beladung gehören unter anderem:
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alle mitreisenden Personen einschließlich des Fahrers
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Gepäck, Kleidung und Lebensmittel
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Fahrräder und Fahrradträger
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Campingmöbel und sonstige Ausrüstung
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mitgeführtes Wasser und Gas
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nachträglich eingebautes Zubehör und weitere Ausstattungsgegenstände
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Besonders bei teilintegrierten Wohnmobilen und Kastenwagen kann die verfügbare Zuladung durch umfangreiche Sonderausstattung deutlich geringer ausfallen als erwartet.
Was passiert bei einer Überladung?
Wird das Wohnmobil bei einer Kontrolle in Norwegen gewogen und das zulässige Gewicht überschritten, können je nach Höhe der Überladung und den Umständen Bußgelder beziehungsweise weitere Maßnahmen folgen. Bei einer erheblichen Überladung kann die Weiterfahrt untersagt werden, bis das Fahrzeug ausreichend entladen wurde.
Auch die Achslasten müssen eingehalten werden. Es reicht deshalb nicht aus, wenn das Gesamtgewicht stimmt: Eine einzelne Achse darf ebenfalls nicht überlastet sein.
Wohnmobile über 3,5 Tonnen
Bei Wohnmobilen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3.500 kg gelten teilweise andere Verkehrsregeln als bei leichteren Fahrzeugen. Das betrifft beispielsweise bestimmte Geschwindigkeitsvorschriften und gegebenenfalls die erforderliche Fahrerlaubnis.
Beim Thema Überladung gilt jedoch auch hier: Entscheidend sind das für das Fahrzeug zugelassene Gesamtgewicht und die zulässigen Achslasten. Ein schwereres Wohnmobil darf nicht beliebig zusätzlich beladen werden. Wer beispielsweise ein Fahrzeug mit 4.500 kg zulässigem Gesamtgewicht fährt, darf dieses Gewicht nicht überschreiten, nur weil das Fahrzeug größer und schwerer gebaut ist.
Auch bei diesen Wohnmobilen können bei einer Gewichtskontrolle Überladungen festgestellt werden. Je nach Verstoß drohen Bußgelder und gegebenenfalls die Untersagung der Weiterfahrt bis zur Herstellung eines zulässigen Gewichts.
Gerade bei größeren Wohnmobilen lohnt es sich deshalb, vor der Reise das tatsächliche Gewicht und die Achslasten überprüfen zu lassen.
Wie wird in Norwegen kontrolliert?
In Norwegen können Wohnmobile im Rahmen von Verkehrskontrollen gewogen werden. Zuständig ist unter anderem die norwegische Straßenverkehrsbehörde Statens vegvesen. Kontrollen können beispielsweise an Kontrollstationen oder im Rahmen gezielter Verkehrskontrollen stattfinden.
Wer glaubt, mit einer nur geringfügigen Überschreitung unbemerkt weiterfahren zu können, sollte sich darauf nicht verlassen. Bei einer Kontrolle zählt das tatsächliche Gewicht im Verhältnis zu den für das Fahrzeug geltenden Grenzwerten. Welche Folgen eine Überschreitung hat, hängt unter anderem von der Höhe der Überladung und den maßgeblichen Vorschriften ab.
Unsere Tipps für eine entspannte Norwegenreise
Wir empfehlen, das Wohnmobil möglichst vor Reisebeginn vollständig zu beladen und anschließend wiegen zu lassen. Dabei sollte nicht nur das Gesamtgewicht, sondern auch die Belastung der einzelnen Achsen kontrolliert werden.
Am besten wiegt man das Fahrzeug mit allen mitreisenden Personen, dem üblichen Reisegepäck, den Fahrrädern und der Ausrüstung, die tatsächlich mit nach Norwegen soll. Auch der Füllstand der Wasser- und Kraftstofftanks sollte berücksichtigt werden.
Wer dabei feststellt, dass das Wohnmobil zu schwer ist, sollte unnötiges Gepäck zu Hause lassen und die Beladung sinnvoll verteilen. Schwere Gegenstände gehören möglichst tief und so verstaut, dass die zulässigen Achslasten eingehalten werden.
Unser Fazit: Norwegen ist ein wunderbares Reiseland für Wohnmobilfahrer. Damit wir unsere Touren durch die Fjorde, über die Hochebenen und entlang der Küsten sicher genießen können, gehört die Gewichtskontrolle für uns zur Reisevorbereitung dazu. Ein korrekt beladenes Wohnmobil fährt sich sicherer und erspart im besten Fall unangenehme Überraschungen bei einer Kontrolle.
Da sich Vorschriften und Gebühren ändern können, solltet ihr die Angaben vor Reisebeginn noch einmal überprüfen!